Bäcker-Blog

Hier finden Sie in loser Folge kleine Beiträge unter dem Motto:

Gedanken aus der Backstube...

Denn durch den täglichen Kontakt mit unseren vielen Kunden und Mitarbeitern ergeben sich Gesprächsthemen, welche auch uns bewegen.

Holzgerlingen meets New York…

10.02.2012

Unser Gast Jennifer Park

Jennifer Park 29, hieß unser Gast für zwei Tage. Sie, eine junge Bäckerin aus den USA, deren letzte Arbeitsstelle eine Bäckerei in Downtown Manhatten war. Mit ihr wehte ein Hauch der großen, weiten Welt durch unsere Backstube. Die junge Kollegin sprach kein Wort Deutsch. Doch für mich überraschend viel Englisch kam aus manchem Bäckermund. Dabei waren auch sehr lustige Wortkreationen: „Where are you from?“ „I am coming from the next „Flecka Weil im Schönbuch””.

Jennifer war sehr an der deutschen Brotbackkunst interessiert. Wie funktioniert das mit dem Sauerteig und Vorteig? Was ist ein Brühstück? Wie lange werden bei uns Teige geführt?

Uns tat es auch einmal gut, von einem Besucher, welcher schon viele Backstuben dieser Welt gesehen hat, zu hören, wie sauber sie alles findet und wie viel Platz wir im Gegensatz zu ihrer letzten Arbeitsstelle in New York hätten. Sehr gefallen hat ihr auch das kollegiale und familiäre Klima in unserem Haus.

Nach zwei Tagen waren sich alle in ihrem Urteil einig – Besuche sind nicht nur eine willkommene Abwechslung im Alltag, sondern durch den Austausch und der Begegnung einfach erfrischend und bereichernd.

Mit einem herzlichen Gruß aus der Backstube

Ihr Bäckermeister Eberhard Binder

Entschleunigung… diesmal etwas Besinnliches von einem schaffigen Schwaben

29.12.2011

unser Hexenhaus

Ständig wichtige, weltbewegende Nachrichten – das muss einen doch beschäftigen, zum Nachdenken und Handeln bringen! Events und Konzerte der Superlative, von anspruchsvoll bis massentauglich – sind Sie dabei gewesen? Bei der Arbeit nur Topleistungen, besser, schneller, ideenreicher…! Die Werbung und die Medien fordern den attraktiven, einfühlsamen, starken, verständnisvollen, leistungsstarken, gutverdienenden Mann und die Liste ließe sich ebenso für unsere Frauen aufstellen. Sind wir nicht mitunter Gejagte und Getriebene dieser Ansprüche?

Ich persönlich empfinde es so und genieße gerade in dieser Zeit zwischen den Feiertagen und der Jahreswende die natürliche Art der Entschleunigung! Schon das Wetter bremst mich etwas runter. Es ist eine gute Tradition über die Jahreswende viel Zeit für sich, für die Familie und für Freunde zu haben. Für mich bedeutet es, auch immer etwas zur Ruhe zu kommen. Das ist nicht immer ganz einfach. Mir helfen dabei der Besuch eines Gottesdienstes, ein gutes Buch, ein Spaziergang…; es gibt viele Möglichkeiten. In der Ruhe finde ich neue Kraft und Perspektiven. Ich entdecke Zugeschüttetes, mir Wertvolles. Erkenne wie viel Gutes im auslaufenden Jahr war. Ich werde sehr froh und dankbar, und kann auch die Widrigkeiten wieder besser einordnen. In diesem Sinne Ihnen allen gesegnete Feiertage und einen guten Start ins Neue Jahr.

Mit besinnlichen Grüßen aus der Backstube

Eberhard Binder

Perfekt oder natürlich?! – Ein Kommentar zum Fernsehbeitrag

16.12.2011

Ein spannender Fernsehbeitrag am Mittwoch im dritten Programm des SWR-Fernsehen mit dem Titel: „Den Teiglingen auf der Spur“ ist Gesprächsstoff in unserer Backstube und Heute mit Herrn Oehler jun. von der Aidlinger Mühle. Wie kommt es zum perfekt aussehenden und schmeckenden Brot oder Brötchen? Was wird heute beigemischt? Was muss angegeben und ausgezeichnet werden? Der Bäcker muss nichts reintun, weil es der Müller bereits gemacht hat? Aber hallo – wer wird hier ausgetrickst?

Wir beziehen unser Mehl zu über 90 % vom Aidlinger Müller. Er kennt seine Bauern und garantiert keine Verwendung, von diesen, in dem Fernsehbeitrag erwähnten Enzymen und Mehlbehandlungsmitteln. Natürlich ist die Versuchung groß, jede Qualitätsschwankung des Mehles mit einem Pülverchen auszugleichen. Der moderne Kunde möchte ja am liebsten alles – Frische, Bio, immer gleiches Aussehen bei immer gleicher Qualität.

Fragen Sie bei Ihrem Bäcker nach. Welche Lieferanten haben sein Vertrauen? Halten Sie Ihrem Bäcker auch die Treue, wenn er einmal wieder mit einer neuen Ernte kämpft und die Brötchen vielleicht etwas kleiner als sonst geworden sind? Wir wollen damit nicht Fehler entschuldigen, die wir vermeiden könnten, aber dabei auch in Erinnerung rufen, dass in der Backstube Naturprodukte verarbeitet werden, welche nie gleich sind. Wir Handwerksbäcker greifen nicht zum Pülverchen aus dem Schrank der „Mühlenchemie“, sondern arbeiten mit traditionellen Mitteln wie Sauer- und Vorteigen, einer langer Teigführung und der Erfahrung unserer Mitarbeiter.

Wir wollen einen gesunden, bekömmlichen Genuß!

Mit einem herzlichen Gruß aus der Backstube und dem Wunsch auf erholsame, besinnliche Festtage

Ihr Eberhard Binder

Mit Spitzkraut auf die Bank

19.11.2011

Bäckerarbeit ist Teamarbeit. In der Backstube, im Verkauf - überall ist man bei uns mit Kolleginnen und Kollegen zusammen. Dort werden die normalen Gesprächsthemen Familie, Urlaub, Sport und Politik nicht in der Tiefe, aber doch immer wieder gestreift. So auch vor kurzem das Thema "Stuttgart 21". Dabei haben wir heftig debattiert. Man merkt daran, wie sehr dieses Thema die Menschen und auch mich bewegt! Nebenher musste jeder jedoch konzentriert mit seiner Arbeit weitermachen.

Eigentlich… Ich war danach unterwegs, um frisches Filder-Kraut für unseren Krautkuchen vom Gemüse Laib zu holen und Wechselgeld auf der Bank einzutauschen. Alles musste wie immer flott gehen. An der Eingangstür der Bank merke ich, dass ich mit der Kiste Kraut auf dem Weg zum Bankschalter war! Gerade noch rechtzeitig bog ich ab und behob den Fehler! Aber für mich war das ein deutliches Zeichen, mich wieder zu konzentrieren und die Gedanken wieder auf die Arbeit zu fokussieren.

Ich persönlich bin ein "S 21"-Befürworter. Als junger Mann in Stuttgart habe ich die damals visionäre Entscheidung von OB Rommel und Herrn Dürr als mutigen Entwurf empfunden. Ich habe Vertrauen in die Leistungsfähigkeit unserer Ingenieure, die dieses ja weltweit beweisen. Auch die Fildermesse war lange sehr umstritten und ist heute eines der positiven Ausrufezeichen wenn man an die Region Stuttgart denkt! Ich kann die Bedenkenträger durchaus verstehen und vertraue darauf, dass die heftigen Proteste zur Verbesserung der bisherigen Planung beitragen! Aber jetzt braucht es eine eindeutige Entscheidung um wieder die Köpfe frei zu bekommen! Entscheiden Sie mit!

Mit einem herzlichen Gruß aus der Backstube

Ihr Eberhard Binder

Filder-Kraut

Brot – ein Dickmacher?

08.09.2011

Beim täglichen Kampf gegen zu viele Pfunde kommt auch immer wieder unser gutes Brot in den Verruf, wesentlich zu Übergewicht beizutragen. Jedem Bäcker mit Ethos schmerzt ein solcher Verdacht. Brot hat in unseren Breitengraden eine lange Tradition als gutes, schmackhaftes und verlässliches Lebensmittel.

Unsere Mitarbeiter aus ihrer Nachbarschaft backen täglich zwischen 15 und 20 verschiedene Brotsorten aus Mehlen, welche zu über 90 Prozent von hier aus der Region stammen. Brot ist ein zuverlässiger Energiespender.

Ganz aktuell hierzu fand ich einen ausgezeichneten Artikel in der Böblinger Kreiszeitung von Jörg Zittlau. Hier einige Auszüge, die diese Aussagen profund unterstreichen:

  • Schon der Blick auf eine Nährwerttabelle zeigt, das Problem der Kalorien liegt eher auf dem Brot. 100 Gramm Roggenbrot hat 220 kcal – 100 Gramm Salami 330 kcal – 100 Gramm Nussnougatcreme 500 kcal. Zum Vergleich hierzu - ein Büroarbeiter verbraucht am Tag ca. 2000 kcal.
  • Auch Weißbrot sollte man nicht vorschnell als „leeren Kalorienträger“ schlechtmachen. Ein Forscherteam der Universität Aix-Marseille in Frankreich fand heraus, dass es zusammen mit Kopfsalat und Bananen die höchste Bioverfügbarkeit an Alpha-Tocopherol (der Haupt-Variante von Vitamin E) aufweist, nämlich nahezu 100 Prozent. Milch hat im Vergleich hierzu nur 22 Prozent.
  • Weißbrot liefert sogar mehr Calcium als seine Vollkornkollegen!
  • Dennoch hat Vollkornbrot einige Vorteile:
    • anhaltender Sättigungsgrad
    • viele Ballaststoffe – vorbeugend gegen Verstopfung und Gallensteine und halten Cholesterin- und Blutzuckerwerte im Zaum
    • Vitaminlieferant – reichlich Vitamin B – Magnesium, Zink und Fluor.
  • 2 Scheiben Vollkornbrot sind für den Sportler ebenso wertvoll wie der berühmte Teller Nudeln!

Also lassen Sie sich den Genuss von gutem Brot nicht vermiesen! Wie bei vielem zählt das rechte Maß und nicht die falsche Askese!

Ihr Eberhard Binder

Endlich Ferien - aber dann wieder...

25.07.2011

Wir Deutschen lieben unseren Urlaub im Ausland, aber danach genießen wir wieder unser gutes Brot Zuhause. Nicht umsonst ist die deutsche Brotbackkunst weltweit führend in Sachen Vielfalt und Qualität.

Aktuell fand am 14. und 15. Juli 2011 in Sindelfingen eine öffentliche Brotprüfung statt. Die Handwerksbäckereien der Böblinger Bäckerinnung konnten ihre Brote zur Prüfung vorlegen.Brotprüfung der Bäckerinnung BöblingenBrotprüfer bei der ArbeitVon den bestellten Prüfern wurden Form, Kruste, Krume, Geschmack und Konsistenz bewertet. Nur bei den vollen 100 Punkten wurde ein „sehr gut“ erteilt. Auch wir haben uns beteiligt. Herzlichen Glückwunsch an unsere Bäckermannschaft für die guten und sehr guten Ergebnisse. Wollen Sie es genauer wissen? Dann schauen Sie nach unter www.brot-test.de. (Einfach das Wort "Krone" in dem "Betrieb"-Suchfeld im Tabellenkopf eingeben.)

Ihnen einen herzlichen Gruß aus der Backstube und hoffentlich jeden Tag ein gutes Stück Brot zum Vesper.

Ihr Bäckermeister Eberhard Binder

„Das Runde muss ins Eckige…“

24.06.2011

…wer kennt ihn nicht den alten Fußballerspruch von Sepp Herberger. Ab Sonntag wird die Deutsche Fußballwelt ganz im Zeichen der Frauenfußballweltmeisterschaft sein. Der DFB versucht mit gekonntem Marketing die Gunst der Stunde zu nutzen und die Popularität des Frauenfußfalls weiter nach vorne zu bringen. Heißt Popularität auch Kommerzialisierung?! Nun ja, was manche „Männerfußballer“ zu viel bekommen, würde den Vereinen mit den Mädchen- und Frauenfußballabteilungen sehr gut tun!

Als Bäcker sind wir es gewohnt, kleine Brötchen zu backen, aber dass, mit viel Spaß an der Sache! Zusammen mit der Holzgerlingen Fußballfachfrau Ute N. haben wir uns die „Aktion 2´11“ ausgedacht. Wir begleiten die WM mit Muffins in unseren Nationalfarben und verschiedenen Snackkringeln zum Sonderpreis. So macht gemeinsames, begeistertes Fußballschauen Spaß und wenig Arbeit! 11 % des damit erzielten Umsatzes gehen an den örtlichen Mädchen- und Frauenfußball. Auf unseren Plakaten lachen Ihnen zwei Jugendspielerinnen der Holzgerlinger Fußballabteilung entgegen.Zwei Spielerinnen der SpVgg Holzgerlingen Wer sieht, mit welchem Einsatz und Können junge Mädchen und Frauen gegen den Ball treten, kann feststellen, dass der Frauenfußball schon längst die Nische verlassen hat! Also, viel Spaß an der Fußball-WM… und Sie wissen ja, ob süß oder salzig bei uns läuft es rund!

Mit einem herzlichen Gruß aus der fußballbegeisterten Backstube in Holzgerlingen.

Ihr Eberhard Binder

Nabelschau...ein Tag aus meinem Bäckerleben

20.05.2011

3.30 Uhr der Wecker klingelt. Kaltstart 4.00 Uhr: Brezeln schlingen – anschließend Spezialbrote abwiegen (…unsere jungen Kräfte machen Tempo und mir damit ganz schön Druck!). Danach das erste frisch gebackene Brot für die Filialen verteilen. Erster kritischer Punkt geschafft - unsere beiden Lieferfahrzeuge verlassen pünktlich um 5.45 Uhr den Hof. Danach Zeit für ein Frühstück mit einem schnellen Blick in die druckfrische Tageszeitung.

Schon wartet die zweite Runde in der Expedition und Backstube. Unser Marktwagen muss bestückt werden. Frau M. ist kurzfristig für ihre kranke Kollegin eingesprungen. Sie kommt trotzdem super gut gelaunt zur Arbeit. So machen Personalplanung und Chef-Sein Spaß! Und schon spuckt das Faxgerät die ersten Nachbestellungen aus unseren Läden aus. Schnell alles hinrichten, denn schon wieder wartet auf mich das Brezelschlingen mit der Backstubenmannschaft.

Danach geht´s ab an den Schreibtisch. Was steht an? Weiterarbeit am Werbe- und Aktionsplan für die nächsten Monate. Gerade laufen erste Tests für ein neues Brot zur Grillsaison, Focaccia mit und ohne Zwiebelringe …schmeckt schon super lecker!!! Dann Besprechung mit der „Holzgerlinger Fußballfrau“ Ute N. rund um Ideen zur Frauen-WM mit lokalem Bezug. Es war ein sehr informatives und anregendes Gespräch. Das wird etwas!

Mein täglicher „Kampfplatz“

Mein täglicher „Kampfplatz“

Telefonischer Alarmruf vom Brezelbaum: Handwerker stehen unangemeldet im Laden und wollen etwas installieren! Ich schnell ins Auto und raus ins Holzgerlinger Industriegebiet. Aber es ist wie im normalen Leben: Zum rechten Tun muss auch immer der rechte Zeitpunkt erwischt werden! Sehr schnell können wir die Situation klären. Einvernehmlich wird die Aktion auf Montag verschoben! Schnell wieder zurück in die Altdorfer Straße. Gesprächstermin um 11.00 Uhr mit einer Beraterin zum Thema: "Kennzeichnungsmappe für unsere Snacks" – damit Sie wissen, was drin ist.

13.00 Uhr - durchatmen - kleines Mittagessen. Meine Patentochter Emma (4 Jahre) hat mitgekocht und den Tisch gedeckt. Diese Momente sind wie kleine Sahnehäubchen für meinen Tagesablauf! Heute gibt es leider kein Mittagsschläfchen – ich muss nach Böblingen zur Kreishandwerkerschaft, da ich zweiter Kassenprüfer für deren Jahresabschluss bin.

Um 16.30 Uhr muss ich wegen eines weiteren Termins wieder in Holzgerlingen sein. Mit zwei Mitarbeiterinnen geht es um die inhaltlichen Festlegungen des nächsten Verkäuferinnentreffens.

Jetzt endlich auf in den Endspurt: die Erstellung des Backzettels für den kommenden Tag und die Tageseinnahmen zählen und zur Bank bringen. Meine liebe Frau hilft mir geschwind mit, damit ich noch meine tägliche Schwimmstrecke im schönen Holzgerlinger Freibad schaffe.

20.00 Uhr geschafft! Gemeinsames Vesper mit meiner Frau auf unserem Balkon. Das hat heute Urlaubsqualität, bei dem tollen Frühlingswetter! Danach etwas chillen. Ich werde heute etwas früher müde!

22.00 Uhr - intensive Vorbereitung durch Schlaf für einen neuen Tag ;-).

Eigentlich war es ein toller Tag!

Eberhard Binder

"Baden Württemberg wird grün - im Frühling!"

11.04.2011

…sagte Frau Kretschmann, die Ehefrau unseres zukünftigen Ministerpräsidenten, in einem Fernsehinterview. Nun haben wir den Frühling! Überall duftet, blüht und zwitschert es. Alle sind beschwingt und wir werden nun bald Grün-Rot regiert! Ein Jahr hat nun aber vier Jahreszeiten mit ganz unterschiedlichen Beanspruchungen: bei der stressigen Sommerhitze müssen praktikable, zuverlässige Lösungen für die heißen Themen - Stuttgart 21, Energiemix, gerechtere Bildungspolitik und eine neue Kultur des "Gehört Werdens" - gefunden werden. Im stürmischen und regnerischen Herbst braucht es viel Standfestigkeit und Durchhaltevermögen um Neues durchzusetzen - vielleicht sogar gegen die Kritik der eigenen Leute?!? Auch eine Grün-Rote-Regierung wird es nicht allen recht machen können. Dann gibt es da auch noch die Wintermonate, die trotz Klimaerwärmung, zumindest bei uns, wieder mit strammer Kälte aufwarten werden. Hier heißt es Durchhalten und den Glauben an das Neue im Neuen Jahr nicht zu verlieren. So gesehen wünsche ich mir eine „Ganzjahresregierung“, die das Beste für die Menschen in unserem Land will und dabei auch über die Parteigrenzen hinweg Gemeinsamkeiten sucht. Wo dies gelingt, freue ich mich für unser Land und lasse neue Gefühle in mein etwas schwarzes Herz!

Mit einem „duftenden“ Brotgruss aus der Backstube!

Ihr Bäckermeister Eberhard Binder

Mauritius-Kirche in Holzgerlingen

Holzgerlingen mit Mauritius-Kirche im Frühjahr 2011

Brot und Bier - Interessantes und Amüsantes in lockerer Runde

05.03.2011

Eigentlich wäre ich alleine nicht auf die Idee gekommen dieses Thema im Rahmen der Gesundheitswochen in Böblingen anzubieten. Aber die Fachleute der IKK haben uns Bäcker überzeugt – Brot und Bier sind zwei absolut naturbelassene, gesunde Produkte. In der Regel ist es das Maß des Genusses, das entscheidet, ob der Genuss und Verzehr zum Wohlbefinden beiträgt oder zur Belastung wird. Eigentlich wie bei Vielem im richtigen Leben!Brot und Bier - Interressantes und AmüsantesAlso an Sie alle eine herzliche Einladung zu einem besonderen Abend am 30. März um 19.30 Uhr im Forum der Kreissparkasse in Böblingen.

Weitere Informationen:

6. Böblinger und Sindelfinger Gesundheits- und Sportwochen

Infos zur Veranstaltung Gesundheit im Handwerk am 30. März 2011

Info-Flyer als PDF-Download

Ihr Eberhard Binder

Die Schule und das wirkliche Leben…

24.02.2011

In großer Regelmäßigkeit kommt Kritik aus unseren Handwerkerreihen an der schulischen Vorbildung unserer Kinder. So kann man oft feststellen, dass das Beherrschen der Grundrechenarten selbst Abiturienten mitunter Mühe bereitet. Hier wäre etwas "Drill" anstelle von kreativen Lerntechniken sicher hilfreicher… aber ich bin ja kein Pädagoge. Es bleibt für mich immer noch erstrebenswert, dass ein erwachsener Mensch im Kopf Preise überschlagen kann, Vergleiche ziehen, Flächen und Mengen einschätzen lernt. Denn auch ohne unsere elektronischen Helfer sind wir doch lebensfähig, oder?!

Aber es wurde auch vieles schon positiv verändert. Die Bildungspartner Schule und Ausbildungsbetrieb sind aufeinander zugegangen. An der Holzgerlinger Realschule coachen Handwerksmeister und Betriebsinhaber junge Leute beim Bewerbungstraining. Am Schönbuch-Gymnasium haben Schüler im Rahmen einer Projektarbeit mittelständische Unternehmen und deren Marktumfeld analysiert. Auch wir, die Krone Bäckerei Binder, waren eines davon. Unternehmensstruktur Krone Bäckerei BinderSWOT-AnalyseEs war mir eine große Freude, so interessierte junge Leute zu erleben. Und diese wiederum staunten über das komplexe Innenleben einer modernen Bäckerei. So gewinnen beide Seiten neue Erkenntnisse, Einsichten und Respekt voreinander!

Mit herzlichen Grüßen aus der Backstube!

Ihr Eberhard Binder

Zurück im kalten Deutschland…

03.02.2011

Der Sprung zurück in die Kälte fällt nicht leicht, aber nach Hause zu kommen tut schon gut! Wir haben in den letzten Wochen viel erlebt. Australien und Neuseeland - zwei Länder, welche mich sehr fasziniert haben. Zuletzt hatte ich sogar ein Angebot gleich dort zu bleiben und gutes, deutsches Brot zu backen. Wenn ich 20 Jahr jünger wäre, wer weiß…

Als Bäcker bin ich ständig auch am Schauen was andere Kollegen produzieren und verkaufen und wie in anderen Ländern gegessen und gelebt wird. Aber eines kann ich sagen, unser Essen und unsere Esskultur ist für mich ein wertvolles Gut! Hier hat man die Möglichkeit, viele Lebensmittel aus der Region zu kaufen, man weiß somit, wo diese herkommen. Wie schön ist es, gutes, frisch zubereitetes Essen, wozu natürlich auch gutes Brot oder ein leckeres Stück Kuchen vom Bäcker gehören, mit der Familie und mit Freunden zu genießen. Diese Esskultur gab es am „anderen Ende der Welt“ eher selten und wenn, dann nur in ganz besonderen Lokalen zu sehr hohen Preisen. Die Lebenshaltungskosten in Australien sind beim Essen und Trinken sicher 20% – 30% über unseren anzusetzen. Es wird dort zwar auch gut verdient, aber auch kräftig Geld ausgegeben. Ich vermute hier einen Trend, welcher auch uns langsam erreichen wird.

An den Börsen werden Getreide und andere Lebensmittel mittlerweile gehandelt als sei es Erdöl oder Kohle. Westlicher Lebensstil und Wohlstand in immer mehr Ländern dieser Erde schafft immer mehr Nachfrage nach hochwertigen Lebensmitteln. Und so gibt es viele Gründe, weshalb Preise steigen. Wir werden uns dieser Tatsache stellen müssen!

Mit frischer Kraft wieder für Sie in der Backstube -

Ihr Eberhard Binder

Grüße aus Sydney

13.01.2011

Vier Binders sind zurzeit auf großer Reise. Aus dem tiefen Winter Holzgerlingens ins hochsommerliche Sydney. Es fühlt sich ungewöhnlich an nach Weihnachten und Jahreswende zu Hause, bei klirrenden Temperaturen, plötzlich im australischen Sommer zu landen.

Nach fünf Monaten treffen wir endlich unseren Sohn Tobias wieder, der sein Auslandssemester beendet hat. Er war mit Anlass für diese außergewöhnliche Reise. Das Wiedersehen - eine riesen Freude für die ganze Familie.Die vier Binders vor dem Opernhaus in Sydney.

Die imposante Kulisse Sydneys, das pulsierende Leben, fantastische Stadtperspektiven, ein vielfältiger Nationenmix sind ein toller Start unserer Australienreise. Auf dem Bild sind wir vor dem berühmten Opernhaus, ein Gebäude mit einer spannenden Geschichte. Anfang der 50er Jahre geplant, nach 20 Jahren fertig gestellt. Extreme Kostensteigerungen, viel Streit und heftige Reaktionen während der Planung und Bauphase und trotzdem gilt dieses Gebäude bis zum heutigen Tag als DAS Wahrzeichen Australiens. Da war doch etwas in Stuttgart mit einem Bahnhof…

In diesem Sinne...

Ihr Eberhard Binder